Für Dich zuletzt aktualisiert am: 03.04.2021

Was für ein Objektiv für Tierfotografie?

Ein ausführlicher Ratgeber für Neulinge & Lernwillige

Was für ein Objektiv für Tierfotografie?

 Das Wichtigste zuerst: 

- Das sollte das Objektiv mitbringen

- schneller Autofokus

- großer Brennweitenbereich 

- angemessenes Gewicht 

- Naheinstellgrenze

- die Offenblende

Ein Beispiel

Stell dir vor du hast deine Kamera auf einem Spaziergang dabei und eine Freundin oder ein Freund fragt, ob du nicht deren Hund beim spielen mit dem Ball oder dem Hundekumpel fotografieren könntest.

Voller elan packst du deine Kamera mit Kit Objektiv und einer Brennweite von 18-55mm und einer Blende von F3.5-5.6 aus und fängst an zu fotografieren. Du wirst schnell feststellen, dass du die Hunde nicht Formatfüllend auf deine Bilder bekommst und du die Verschlusszeit recht lang halten musst musst um eine angemessene Belichtung zu erhalten.

Für Portraitbilder reicht dein Kitobjektiv sicherlich aus und man kann in dem Fall auch schöne Bilder entstehen lassen, jedoch für actionreiche Fotos kommt dein Glas dabei an seine Grenzen.

Los gehts

Jetzt wo du nun grundlegend ein Bild davon hast, was ein Objektiv für die Tierfotografie besonders macht möchte ich dir weiterführend noch genauer wichtige Aspekte erläutern. Leeeeets GO! 

Stopp! Das ist außerdem extrem entscheidend:

Nehmen wir das ganze mal ein wenig näher unter die Lupe!

Heute zeigen wir dir nicht nur, was konkret ein Objektiv für die Tierfotografie besonders macht, was ein Objektiv auszeichnet und warum. Wir erklären dir außerdem, im Detail, warum Die enthaltenden Dinge unerlässlich sind für die Tierfotografie. Auch wenn du bisher noch nie etwas damit zu tun hattest oder kompletter Anfänger bist!

Ich kann mich noch erinnern, als ich mir selbst das erste Mal die Frage gestellt habe "Was für ein Objektiv für Tierfotografie?" was ein Objektiv mitbringen muss und wie neugierig ich war.

In diesem REALTALK Ratgeber werde ich dir alles wichtige mit auf den Weg geben, was du über ein Objektiv für die Tierfotografie wissen musst. Ohne unnötigen Kram. Es wartet auf dich der wohl ausführlichste Artikel, den es derzeit zu Objektiven für die Tierfotografie gibt.

Quellen durchforstet

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Was für ein Objektiv für Tierfotografie?

Warum sind folgende Dinge so wichtig?

Eine Liste ist schön und gut, aber wir zeigen dir nun auch, worauf es genau, bei den fünf Inhalten ankommt und wo da der genaue Sinn hinter steckt, bevor dich jetzt einfach so damit gehen lassen.

Objektiv für Tierfotografie Inhalte:

Diese fünf konkreten Inhalte sind zunächst wichtig um Tiere vernünftig abzubilden zu erreichen. Wenn du dich an diese fünf notwendigen Inhalte hältst, Steht dir nichts mehr im Wege, die Tierfotografie zu meistern.


schneller Autofokus


In der Tierfotografie ist ein schneller Autofokus immens wichtig. Selbstverständlich ist das Objektiv nicht alleine dafür verantwortlich, aber ein hochwertiges Glas ist nicht ohne Grund einfach aus Spaß an der Freude teurer als ein Kit-Objektiv.

Das Autofokussystem hängt unter anderem auch von der Blendenöffnung ab, wie viel Licht durch das Objektiv zum Sensor der Kamera durchgelassen wird. Da gehe ich im weiteren Verlauf noch genauer drauf ein. Dennoch lässt sich sagen, dass alle Inhalte ineinander greifen und von einander abhängig sind um den Einsatzbereich in der Tierfotografie zu meistern.


Brennweite


Eine lange Brennweite, sogenanntes Tele-Zoom, ist wichtig um nah ans Geschehen heranzukommen. Zwar lässt dich das Eichhörnchen im Park vielleicht noch mit 50mm gut ablichten, jedoch ist das Reh am Waldrand bei 50mm nicht mehr vom Rest des Bildes zu unterscheiden. An ein Reh kommen wir in der Regel nicht nah ran und hier ist ein Objektiv mit langer Brennweite von Vorteil. 

Ich nutze gerne mein 85mm 1.8 von Sony für die Fotografie meiner Hunde. Damit komme ich gut zurecht, bringt mich allerdings in dem Bereich auch häufig an die Grenzen des Möglichen.

Aus diesem Grund stehen ein 70-200mm 2.8 oder auch ein 200-600mm 5.6-6.3 ganz oben auf der Liste für gute Tierfotografie.

Aber auch mit Festbrennweiten wie 135mm lassen sich wunderschöne actionreiche Bilder in der Tierfotografie erzeugen. 

Im besten Fall nimmt man seine Kamera und probiert sich mal bei einem Fotohändler durch die einzelnen Objektive, um eine Vorstellung zu bekommen was gut ist und was BESSER ist 😀

Mit sogenannten Telekonvertern kann man die Brennweiten sogar noch vervielfachen und ist somit auch auf Safari Touren bestens gerüstet. Eimzig und Allein zu Ungunsten der Blendenöffnung die sich mit dem Wert des Konverters ebenfalls vervielfacht.

Was für ein Objektiv für Tierfotografie?
Was für ein Objektiv für Tierfotografie?

Gewicht


Wenn man die einzelnen Objektive mal in der Hand hält, stellt man schnell fest "huch, das ist aber schwer!" 

Ja, Glas bringt sein Gewicht mit sich und eine Faustformel lautet "Teures Objektiv = viel Glas = hohes Gewicht". Aus diesem Grund sind die meisten Objektive ab einem bestimmten Brennweitenbereich mit einer Stativklemme ausgestattet, damit man nun das Objektiv an dem Stativ befestigt und nicht mehr die Kamera. 

Ja, Glas bringt sein Gewicht mit sich und eine Faustformel lautet "Teures Objektiv = viel Glas = hohes Gewicht". Aus diesem Grund sind die meisten Objektive ab einem bestimmten Brennweitenbereich mit einer Stativklemme ausgestattet, damit man nun das Objektiv an dem Stativ befestigt und nicht mehr die Kamera. 

Das liegt daran, dass ein größeres Objektiv schnell mal 2,5kg wiegen kann. Auf Dauer aus der Hand zu fotografieren, kann  dabei dann schon sehr ermüdend sein und ein Stativ kann SInn machen. 

Worauf es bei einem Stativ ankommt kannst du hier erfahren


Naheinstellgrenze


Was ist dir in der Tierfotografie wichtig? 

Sind es wirklich Tiere oder doch lieber Insekten?

Oder einfach Details wie z.B.: eine schöne Musterung im Auge? 

umso näher du an dein Motiv ranmöchtest, wie es zum Beispiel bei einer Honigbiene der Fall ist, macht es Sinn auf ein Macro Objektiv zurückzugreifen. Diese Objektive haben eine sehr Geringe Naheinstellgrenze und lassen dich oft trotz langer Brennweite, sehr nah ans Motiv ran und können noch scharfstellen.

Teilweise betragen die Abstände hier zum Motiv gerade mal 10cm und ermöglichen es einem, die Augen einer Fliege sehr detailreich abzubilden.

Für die eigentlich Tierfotografie sind dahingehend die Naheinstellgrenzen sind zwingend zu beachten, da man oftmals einen weiten Weg bis zum Motiv hat.


Offenblende


Die Blendenöffnung. Umsu kleiner die Blendenzahl, desto größer die Blendenöffnung und umso mehr Licht lässt das Objektiv auf den Sensor strahlen.

Eine große Blendenöffnung erzeugt eine schöne Freistellung des Motivs und lässt sich sehr gut als Stilmittel einsetzen. Auch mit mehr Licht lässt sich der Autofokus viel agiler betreiben und erzeugt weniger Ausschuss.

Aber wie auch schon beim Gewicht erwähnt, erzeugt viel Glas ein hohes Gewicht. Eine große Blendenöffnung wie bei dem 85mm 1.8 erzeugt zwar kein hohes Gewicht, da es ein relativ preiswertes Objektiv ist, mich absolut zufriedenstellt, jedoch gibt es hochwertigere Gläse, die eine Blende von 1.2 oder mittlerweile oder weniger aufweisen und mit dem hochwertig verbauten Glas auch einiges auf die Waage bringen.

in der Tierfotografie ist die Offenblende wichtig um bei einer schnellen Verschlusszeit immernoch genügend Licht einzufangen, damit der Autofokus das Motiv auch in action ordentlich tracken kann 🙂

Also was haben wir gelernt? Man sollte sich für die Tierfotografie darüber im klaren sein, was sind meine Motive und in welche Situationen werde ich kommen. 
Brauche ich ein Objektiv mit SEHR langer Brennweite um Löwen und Elefanten auf einer Safari zu fotografieren, oder mache ich Hundeportraits in meinem Wohnzimmer?

Wenn ich mir darüber im klaren bin, gehe ich los und suche mir meinem Budget und Vorstellungen entsprechend das Objektiv für mich aus. Drittanbieter Objektive von Firmen wie Tamron und Sigma tuen ebenfalls einen grandiosen Job und es müssen nicht die überteuren Objektive des Kameraherstellers sein. Hier macht es Sinn gegebenenfalls auf Leihplattformen sich ein Mietgerät zuschicken zu lassen und dieses vorerst ausgiebig zu testen.

Du bist nun in der die richtige Wahl für dein Objektiv in der Tierfotografie zu treffen und nicht mehr in Momenten zu verzweifeln, wo deine Brennweite vielleicht nicht ausgereicht hat 😛

Abschließendes Fazit

Dank dieses Artikels Was für ein Objektiv für Tierfotografie?, bist du nun optimal auf die Wahl des Objektives vorbereitet und musst nun nicht mehr dutzende andere unvollständige oder extrem lückenhafte Quellen im Internet durchforsten. Du weißt nun alles über die Thematik eines Zoom Objektives und hast nun das Rüstzeug, um loszulegen.

Wie du nun in diesem Beitrag erfahren hast, ist die Wahl des Objektives zwar umfangreich, jedoch mit der richtigen Checkliste zu meistern. Ohne die fünf Inhalte sind deine Chancen deine Wahl erfolgreich zu treffen quasi nicht gegeben. Nun ist das aber kein Problem mehr für dich!

Du hast nun alles, um DEIN Objektiv zu finden.

Bevor du nun jedoch raus in die weite Welt gehst und nun versuchst das richtige Objektiv zu finden, lasse mir bitte einen Kommentar da, was deine Gedanken zu Was für ein Objektiv für Tierfotografie? sind. Ich freue mich auf dich!


Julian
Julian

Hey... Ich bin Julian. Ich freue mich, dass du den Weg zu mir gefunden hast. Einer meiner absoluten Leidenschaften ist die Fotografie. Ich nutze jede freie Minute, um selber neues rauszufinden. Die Arbeit mit der Kamera und meiner Umgebung bringt mir Erfüllung. Lass uns gemeinsam an deinen Skills arbeiten, sodass du Fotos schießt, die zur unvergesslichen Erinnerung werden.

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